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Digitalisierung hat massive Auswirkungen auf das Freizeitverhalten

Bild: pixabay.com

Schon lange bevor der Coronavirus uns überlegen ließ, ob man das Wochenende nicht doch lieber in den eigenen vier Wänden verbringt, anstatt sich in den Trubel einer Großveranstaltung zu werfen, verbringen immer mehr Menschen ihre Zeit lieber hinter dem PC oder Laptop anstatt auszugehen.

Immerhin stehen soziale Netzwerke zur Verfügung, um mit den Freunden Neuigkeiten auszutauschen. Doch auch Casino Spiele sind heute in der virtuellen Welt abrufbar. Beim Live Casino spielen registrierte User sogar in einer realitätsgetreuen Atmosphäre und tauschen sich mit Mitspielern aus. Egal ob man über das Internet fernsieht, die Zeitung liest oder beim Online Glücksspiel auf den großen Gewinn hofft, ein Leben ohne das WWW ist gar nicht mehr vorstellbar.

Aus FOMO wird JOMO

Vor einigen Jahren geisterte das Schlagwort FOMO durch die Medien. "Fear of missing out" heißt dieses Kürzel ausgeschrieben. Darunter versteht man zu Deutsch die Angst, etwas zu verpassen. Viele Experten sehen den Grund für die vermehrte Nutzung sozialer Netzwerke in FOMO.

Doch genau genommen ist die Befürchtung etwas zu verpassen nicht an elektrische Geräte oder das Internet gebunden. Jeder kann sich vermutlich an die Situation erinnern: Während der Schulzeit reden die Freunde über eine Party, zu der man selbst nicht eingeladen ist. Schnell beginnt die Gedankenspirale im Kopf sich zu drehen und man malt sich in den kühnsten Fantasien aus, was die Schulkameraden wohl erleben während man selbst zu Hause sitzt. Ein gewisser Neid spielt dabei ebenfalls eine Rolle. Hier einige Symptome, die darauf hinweisen, dass man selbst von FOMO betroffen ist:

  • Man wird unruhig, wenn man nicht weiß was die Freunde gerade machen

  • Wenn man selbst was unternimmt, ist der Drang unbändig jede Kleinigkeit in sozialen Netzwerken zu posten

  • Man hält sich überdurchschnittlich oft in sozialen Netzwerken auf und wird nervös, wenn das Smartphone einmal nicht zur Verfügung steht

  • Selbst in unpassenden Situationen wie beim Autofahren muss das Smartphone benutzt werden

In letzter Zeit hat sich mit JOMO ein Gegentrend manifestiert. Darunter versteht man "Joy of missing Out" also die Freude daran nicht überall dabei sein zu müssen. Viele bemerken in jüngster Vergangenheit wie sehr das Smartphone, Tablet oder der Laptop das Leben kontrollieren. Jomo bedeutet auch, wieder mehr auf die persönlichen Bedürfnisse zu hören. Wenn man keine Lust dazu hat auf eine Party zu gehen lässt man es bleiben und macht es sich zu Hause vor dem Fernseher gemütlich, und das ohne schlechtes Gewissen.

Online Games nach wie vor beliebt

Bei Jomo geht es nicht darum, die Digitalisierung generell zu verteufeln. Vielmehr regt der Trend zu einem bewussten Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken um. Dennoch erfreuen sich Computerspiele nach wie vor großer Beliebtheit. Laut einer im Jahr 2019 veröffentlichten Umfrage spielen 40 Prozent aller Deutschen regelmäßig Computer- und Videospiele. Bei der Altersgruppe der 14 bis 29-Jährigen sind es sogar 70 Prozent. Interessant ist auch, dass die Gamer anscheinend immer älter werden: Das Durchschnittsalter beträgt aktuell 36 Jahre, wobei schon ein Viertel aller Gamer älter als 50 Jahre sind.

Besonders häufig spielt die junge Generation am Computer. 58 Prozent der 12 bis 19-jährigen nutzt Computerspiele sogar mehrmals pro Woche. Im Durchschnitt verbringen sie unter der Woche von Montag bis Freitag 103 Minuten damit, wobei sich Jungen um 40 Minuten länger pro Woche die Zeit mit Computerspielen vertreiben als Mädchen. Gewandelt hat sich in den letzten Jahren die Art zu spielen.

Bereits 40 Prozent der Jugendlichen geben an am liebsten auf dem Smartphone zu spielen. Spielkonsolen werden hingegen nur mehr von einem Viertel der jungen Menschen genutzt. Online Games erfreuen sich also nach wie vor großer Beliebtheit, selbst wenn aktuell ein Trend zu mehr Bewusstsein für gemäßigtere Internetnutzung zu merken ist.




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