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Die fünf häufigsten Angewohnheiten von Gamern

Video-Spiele gehören zu den bevorzugten Freizeitaktivitäten der Deutschen. Datenauswertungen zeigten beispielsweise, dass während der Hochphase des Coronavirus und während der Ausgangsbeschränkungen das Spielverhalten der Menschen in Deutschland massiv zunahm. Es bedarf natürlich keiner Pandemie, um zu der Erkenntnis zu gelangen, dass die Anzahl der Spieler in Deutschland immer größer wird. Die Spieler bezeichnen sich selbst als Gamer und wenn man sich die Gamer-Community näher anschaut, dann lassen sich spiel- und geräteübergreifend einige Gemeinsamkeiten aber auch einige Unterschiede unter den Spielern feststellen.

Der wohl wichtigste Faktor, der die Angewohnheiten eines Gamers sowohl im positiven wie auch im negativen Sinne beeinflusst, ist das jeweilige Spiel. Bei Spielern, die bevorzugt Freispiele ohne Einzahlung nutzen, haben sich beispielsweise völlig andere Angewohnheiten eingeschlichen, als bei Spielern, die sich in die Action eines Shooters stürzen. Diese Angewohnheiten müssen allerdings nicht immer schlechte sein, meistens handelt es sich bei diesen eher um lustige Angewohnheiten, die die Gamer selbst zum Schmunzeln bringen.

Viele Spieler stellen während des Austausches mit anderen Gamern zunächst mit Erstaunen und dann mit einem herzhaften Lachen fest, dass sie nicht der einzige Gamer sind, der sich diese oder jene Angewohnheit zugelegt hat. Diese Angewohnheiten faszinieren sogar die Unternehmen, die das Gaming überhaupt erst möglich machen. So hat beispielsweise der Browser-Entwickler Opera erst kürzlich die Gamer nach ihren Vorlieben befragt und sowohl das Spielverhalten als auch die Angewohnheiten der Spieler untersucht.

Wir haben die fünf häufigsten Angewohnheiten der Spieler ausfindig gemacht und vielleicht erkennen Sie sich ja auch selbst in der ein oder anderen wieder.

1. Das ist der letzte Versuch, versprochen!

Dies ist vermutlich eine Marotte, die genauso alt ist, wie das Gaming selbst. Wenn wir ehrlich sind, dann haben wir diesen Satz bereits ausgesprochen als wir Kinder waren und ihn seitdem unzählige Male wiederholt. Da wir gerade beim Thema sind, fragen Sie sich doch auch gleich danach, wie oft Sie dieses Versprechen eingehalten haben.

In den meisten Fällen treffen wir diese Aussage von vornherein mit einem Augenzwinkern, denn tief unten wissen wir natürlich ganz genau, dass dies nur dann der letzte Versuch sein wird, wenn wir unser Ziel erreicht haben. Diese Angewohnheit haben übrigens alle Gamer gemeinsam, egal, ob sie an einer Konsole ein Spiel wie GTA V spielen und dort eine Mission erfüllen müssen oder bei Civilization noch eben eine neue Epoche einleiten möchten. Wenn Sie also einen Gamer diesen Satz aussprechen hören, dann sollten Sie darauf gefasst sein, dass noch so manch ein Versuch hinzukommen wird.
Bild: Rockstar Games


2. Der Ausraster

Sie versuchen nun schon zum hundertsten Mal einen Boss zu besiegen, einen Auftrag zu erfüllen oder ein anderes Team zu schlagen und ziehen dabei ein ums andere Mal den Kürzeren? Dann dürfte Ihnen der Ausraster bekannt vorkommen. Diese Angewohnheit ist ebenfalls eine der ältesten überhaupt, denn auch der geduldigste Spieler stößt früher oder später an seine Grenzen.

Gamer bezeichnen den guten alten Wutanfall auch als Gamer-Tourette. Jeder Spieler hat sich selbst bei diesem Anfall mehr oder weniger im Griff, sicherlich kennen Sie auch das ein oder andere Video von fliegenden Kontrollern oder zertrümmerten Bildschirmen. Sie sollten sich von diesen Videos jedoch nicht schockieren lassen, denn erstens handelt es sich dabei um Extrembeispiele und zweitens bleibt es in den allermeisten Fällen bei einem lauten Fluch und wilden Gestikulieren.

Einen Vorteil hat die ganze Sache jedoch, nachdem man einmal so richtig Druck vom Kessel lassen konnte, geht man die ganze Sache meist etwas nüchterner und mit einem besseren Plan an.

3. Die komische Körperhaltung

Auch, wenn es sich bei dieser Angewohnheit um eine handelt, die stark vom Spiel und vom Gerät abhängig ist, finden wir sie bei allen Gamern. Sie ist vermutlich am ehesten bei den Konsolenspielern anzutreffen, denn diese sitzen meistens leicht nach vorne gebeugt auf der Couch, den Controller in beiden Händen und den Fernseher fest im Blick. Diese Körperhaltung ist die Klassischste überhaupt und es käme vermutlich niemand auf die Idee, in dieser Position seinen Fernsehabend zu verbringen.

Sie lässt sich jedoch abhängig von den Geschehnissen auf dem Bildschirm noch steigern und nach zwei Stunden stark nach vorne gebeugter Haltung fragt sich so mancher Spieler am nächsten Tag, warum ihm der Rücken solche Schmerzen bereitet. Aber auch PC-Spieler bleiben von diesem Phänomen nicht verschont. Sie rutschen jedoch meist in ihrem Stuhl nach unten oder verspüren durch die angespannte ausgestreckte Hand Schmerzen in dem Arm, der die Maus bedient.

4. Alles wird eingesammelt, egal ob es nützlich ist

Ein Gamer ist der Inbegriff des Jägers und Sammlers, das ist mehr oder weniger ein ungeschriebenes Gesetz. Aus genau diesem Grunde hat jeder Spieler die zugegeben etwas nervige Angewohnheit, jeden Ausrüstungsgegenstand und jede Waffe einzusammeln, die er finden kann.

Seien Sie jedoch gewarnt, dies kann extreme Ausmaße annehmen und beispielsweise dazu führen, dass der Spieler Munition für eine Waffe einsammelt, die er überhaupt nicht besitzt. Man könnte ja schließlich bereits in wenigen Minuten auf diese Waffe stoßen, oder eben nicht. Diese Angewohnheit kommt oftmals in Begleitung, mit der Marotte, dass man sich nur ungern von Ausrüstungsgegenständen oder Waffen trennt, egal als wie nutzlos sich diese erwiesen haben. Es wird einfach so lange alles aufgenommen, bis der Avatar nichts mehr mit sich herumschleppen kann und dann steht man vor der schwierigen Entscheidung, was ausgetauscht wird. Niemals, aber wirklich niemals sollten Sie einen Gamer dabei unterbrechen, wenn er vor genau dieser Herausforderung steht.

5. Das Ausprobieren

Das Spielangebot ist reichhaltig und hier stößt ein Gamer oftmals bereits auf ein ernstzunehmendes Problem. Diese Problematik wird sogar noch übertroffen, nämlich dann, wenn man sich im Spiel für einen Avatar mit bestimmten Fähigkeiten, ein spezielles Fahrzeug, Flugzeug oder für eine Mannschaft entscheiden muss. Eine der beliebtesten Taktiken von Gamern, die sich genau in dieser Zwickmühle befinden, lautet: Ausprobieren, und zwar alles!

Diese Testphase kann jedoch dauern, denn manchmal wird ein bereits erprobtes Fahrzeug oder eine bereits getestete Waffe nochmal zum Test herangezogen, da man sich in der Zwischenzeit kaum noch an die festgestellten Stärken erinnern kann. Diese Phase kann aber auch zum Punkt zwei, dem Ausraster führen, nämlich dann, wenn der Spieler kein perfekt passendes Fahrzeug oder keinen passenden Avatar findet.




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