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Titel: Arc the Lad II (Teil 2 der Arc the Lad Trilogy)
System: PSone
Hersteller: Working Designs
Entwickler: Sony
Version: USA


Bewährtes Rezept: Im Nachfolger zu Arc the Lad stehen erneut strategische Monsterschlachten in einer Phantasie-Welt im Mittelpunkt.



Diesmal treten der Held Elc, seine Freundin Lieza und Schatzsucher Shu dem Bösen in Form einer Klone-Fabrik gegenüber. Auch alte Haudegen aus dem Vorgänger wie Arc und Poco sind mit dabei.
Auf der Oberweltkarte läuft man über die Kontinente und erreicht Ruinen, Flughäfen oder abgelegene Schmieden: In den Werkstätten schraubt man an Waffen oder Rüstung herum und verleiht der Ausrüstung statusverändernde Eigenschaften.
Die Aufwertung kostet allerdings eine Menge Zeit, denn das Geld für's Schmieden verdient man sich in mühevollen Trainingskämpfen. Auch Jobs, wie das Aufspüren von vermissten Personen, füllen die Kriegskasse.

Die 2D Schlachten laufen ab wie bisher: Vor dem Kampf stellt man aus 30 Kriegern eine 6köpfige Truppe zusammen, die in rundenbasierten Gefechten gegen Roboter, Skelett-Krieger und Necromancer-Magier antritt. Bei jedem Zug ist die Reichweite farblich markiert.

Neben Hieben mit Schwert und Axt, aktiviert man mit der Kreis-Taste Magie oder Spezial-Angriffe: Shu klaut wie ein Rabe, Sania attackiert mit Karten und Würfeln, während Lieza Monster in die eigenen Reihen zerrt. Praktisch: Bestimmte Orte sind sich nur mit so gefangenen Gegnern zu durchqueren.
Kleine Gags lockern die Duelle zwischen den Bitmap-Gegnern auf: Hat die Mumie nur noch einen Energiepunkt, verzieht sie sich in ihren Sarg. Schwachen Party-Mitgliedern greift man unter die Arme, indem man Kämpfe in bestimmten Gebieten öfter wiederholt und häufiger einen Level-Aufstieg erhält.

In den Städten treibt man sich in Bars herum, um wichtige Informationen vom Volk zu erfahren. Manchmal plaudert ein Besucher sogar über Stärken und Schwächen von Gegnern oder verrät ihren Aufenthaltsort. Im Hotel findet die Party Ruhe, sammelt Kraft und sichert den Spielstand. Nach dem Durchspielen lässt sich der Speicherstand in Arc the Lad 3 übernehmen. Lädt man die "Monster Arena"-CD, schickt man seine Kreaturen gegen die eines Freundes in den Kampf.

Der Test zu Episode 3 der Arc the Lad Trilogy folgt.


JÖRG HERFURTH SAYS:

Arc the Lad 2 ist umfangreicher als der Vorgänger: War man zuvor nach 10 Stunden bereits beim Abspann, hat man jetzt gerade mal das "Geheimnis der Schmiede" gelüftet. Endlich sieht man auf der Oberwelt-Karte auch die einzelnen Orte, zu denen man zieht. Die Übernahme des alten Spielstands ist von Vorteil. Die bewährte Mannschaft erspart viele Aufbaukämpfe, da sie ihre erlenten Magien und Fähigkeiten mitbringt. Ohne Konvertierung heisst es Ausdauer mitbringen, denn der Truppenaufbau ist langwieriger. Die Idee mit der Schmiede ist originell, aber schlecht umgesetzt: Die notwendigen Spezialteile zum Waffen-Aufmöbeln findet man nur nach dem Zufallsprinzip, wodurch die Kämpfe später unnötig schwer sind.

Grundsätzlich ist der Schwierigkeitsgrad in den Kämpfen höher, denn es ist wichtig mit der richtigen Strategie und Mannschaft in das Gemetzel zu ziehen. Oft musste ich den Spielstand nochmal laden und die Charaktere neu zusammenstellen, um das Gefecht doch noch zu gewinnen. Während der Klassik-Soundtrack besser klingt als vorher, sind die Soundeffekte nahezu unverändert und belanglos.
Arc the Lad 2 ist ein einsteigerfreundliches Strategiespiel: Wer sich an der platten Story nicht stört und sich im Vorgänger unterfordert fühlte, ist mit dem umfangreichen zweiten Teil der Trilogy gut bedient.



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