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Gamefront: Die aktuelle Ausgabe


Facts:

System: Xbox
Entwickler: Pandemic Studios
Vertrieb: THQ
Version: USA
Test in GAMEFRONT # 44


Die US Army greift den Diktator Al Afad in Zekistan an: In elf Missionen kommandiert man das je vier Mann starke Alpha und Bravo Team durch Pandemic Studios Taktik-Shooter, um den Tyrannen auszuschalten.



Die Krisengebiete in Full Spectrum Warrior zeigen zerbombte Straßen und Häuser. Die beiden Infanterie Trupps steuert man nicht direkt, sondern gibt ihnen bei Geiselbefreiung, Sturmangriff und Bergung verletzter Kameraden nur Befehle.

Man bewegt eine orange Markierung durch die 3D Landschaft zum Zielpunkt, ein GPS Radar verrät die Feindposition: Auf Tastendruck wetzt das Vierer-Team los. Um Heckenschützen abzuwehren, gibt man der Truppe eine Blickrichtung vor: Während sie geduckt über die Straße hastet, späht sie schussbereit auf die dunklen Fenster eines Wohnhauses.

In Deckung zeigt ein Schildsymbol an, wie effektiv der Schutz ist: Hinter einer dicken Mauer ist es komplett gefüllt, das Team ist in Sicherheit. Kniet es hinter einem Auto, sinkt die Schildanzeige bei Feindbeschuss ständig. Das Auto wird durchlöchert und fällt in sich zusammen, das Team ist verwundbar. Mit der Y Taste wechselt man zwischen Alpha und Bravo Einheit, die sich unterstützen.

Gerät Alpha unter Beschuss und wird unter einem Vordach festgenagelt, hilft das Bravo Team: Die Gefährten eröffnen das Dauerfeuer auf die Stellung der Terroristen, die sofort in Deckung gehen. Schnell wechselt man zu Alpha und lässt die Jungs bis zu einer Mauer vorrücken, wo sie eine Granate auf den Gegner werfen - schon ist das Gebiet gesichert. Fahrzeuge schaltet man mit einem Raketenwerfer aus. Große Plätze nebelt man mit einer Rauchgranate ein, um unentdeckt auf die andere Straßenseite zu kommen. Im Xbox Live Modus kämpfen zwei Spieler mit je einem Team durch die Kampagne.

Full Spectrum Warrior bringt den rauhen US Army Alltag direkt ins heimische Wohnzimmer. Dreckige Straßen, zerstörte Häuser und brennende Autos erzeugen mit den Schreien der Kameraden eine ebenso faszinierende wie beklemmende Atmosphäre. Auch optisch setzt man auf Realismus, die Schauplätze wirken mit trostlosen Farben und feinen Texturen authentisch.

Das Spielprinzip wiederholt sich allerdings ständig: Man rückt vor, greift an und rennt zur nächsten Deckung - ausgefeilte taktische Kommandos und Strategien fehlen. Schnell macht sich Eintönigkeit breit, und nach rund neun Stunden ist der Kampfeinsatz zu Ende - der Wiederspielwert ist gering.
Die Feinde haben eine schwache Intelligenz und spulen immer dieselben vorbestimmten Aktionen ab: Schuss, in Deckung, Schuss - keinesfalls reagieren sie auf die Aktionen des Spielers oder passen sich seinem Verhalten an. Unlogisch sind Situationen, in denen man nicht getroffen wird. Ist die Schildanzeige voll, trifft einen der Feind selbst dann nicht, wenn es der Winkel durchaus ermöglicht - umgekehrt gilt das auch für die Gegner.
Full Spectrum Warrior verbindet knallharte Militär-Action mit etwas Strategie. Das realistische Spielerlebnis ist dank der innovativen Steuerung erfrischend, wenn auch leider recht kurz und monoton. js/fm.





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