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Gamefront: Die aktuelle Ausgabe


Daten

System: PSP
Entwickler: Sony
Vertrieb: Sony
Test in GAMEFRONT # 49


Eine wunderbar runde Sache: Das knallbunte Jump and Roll-Abenteuer LocoRoco ist simpel, niedlich und ein schräger Spaß.



Die schwarzen Moja-Invasoren beuten schamlos Planeten aus. Das lassen sich die LocoRocos nicht gefallen: Als eines der lustigen Geschöpfe rettet der Spieler besetzte 2D-Welten.

Die Steuerung ist einfach, die Aufgabe klar: Man neigt die Spielfläche mit den Schultertasten zur Seite, der LocoRoco gerät automatisch ins Rollen und kugelt die Neigung herunter. Im Wald geht es über wabbelige Riesenpilze, die Eiswelt bietet kaum Bodenhaftung und im Bauch eines Wals gerät alles in Bewegung. Den Weg ins Ziel der vierzig Levels zu meistern, ist In LocoRoco die Herausforderung.

Über dornige Hindernisse springt der grinsende Klumpen durch gleichzeitigen Druck der Schultertasten. So macht der LocoRoco auch weite Hüpfer, kommt in entlegene Bereiche oder verscheucht die fliegenden Moja-Monste mit einem Sprungangriffe.

In jedem Level sind zwanzig rote Beeren. Manche liest man im Vorbeirollen auf. Andere liegen auf hohen Plattformen oder versteckt hinter unsichtbaren Gängen und brüchigen Wänden.

Verputzt der LocoRoco eine Frucht, wird er dicker: Ein weiterer LocoRoco kommt zum Klumpen. Der massige Klops lässt sich nur noch schwer über den Parcours bugsieren, durch die enge Nische oder den Windkanal passt er nicht mehr durch. Die Kreis-Taste macht aus dem runden Mops viele kleine Einzelwesen - jetzt kullern sie selbst durch kleinste Röhren und Schächte.

Aber Vorsicht: Fällt einer der schwer zu bändigenden Minis aus dem Bildschirm, wird er von Mojas verspeist. Am Ende der Rutschpartie verschmilzt die Kreistaste die Rasselbande wieder zu einem riesigen LocoRoco.

In den Levels fordern unterschiedliche Situationen die Truppe, mal als ein riesiger oder viele kleine LocoRocos weiterzurollen. Eine Wolke trägt nur einen dicken LocoRoco in die Höhe, viele kleine fangen an zu singen und wecken einen schlafenden Klotz aus: Der Riese bemerkt die wuselnden Winzlinge und macht Platz. Ein anderes Mal sorgt die Aufteilung dafür, dass ein LocoRoco einen Schalter drückt und ein zweiter dadurch mit einem Kran ob eine hohe Ebene befördert wird.

So findet man auch die MuiMui, die seltene Bauteile für das Loco-Haus spendieren. Diesem Bau widmet man sich zwischen den Einsätzen im Minispiel, das dem klassischen Lemmings ähnelt: Ein Männchen muss durch die richtige Anordnung von über 140 variablen Plattformen durch das Loco-Haus geleitet werden.




Niedliche Figuren, quietschbunte Grafik und ein eingängiges Spielprinzip - das hört sich eigentlich nach einem typischen Nintendo DS Titel an. LocoRoco ist allerdings eine Sony-Entwicklung für die PSP.
Gut so, denn ein Spiel, das selbst hartgesottenen Zockern ein Lächeln auf die Lippen zaubert, fehlte bislang im Portfolio des Edel-Handhelds.

LocoRoco sorgt schon ab der ersten Minute für gute Laune. Das liegt seltsamerweise an der witzigen, aber eigentlich nicht guten Akustik. Unverständliches Gemurmel und Kauderwelsch-Gesang haben dennoch Potential zum Ohrwurm: Man erwischt sich immer wieder beim Mitsummen der mediterranen Folklore-Töne; dann schwirrt auch schon ein kurzer Disco-Beat aus dem Spiel durch den Kopf.

Die schrille Bonbon-Grafik ist ebenfalls minimalistisch und effektarm, trägt aber ihren Teil zur runden Atmosphäre bei. Der Griff zur klassischen 2D-Perspektive entpuppt sich als wahrer Segen: Unkomplizierter, übersichtlicher und besser für den mobilen Einsatz geeignet geht es einfach nicht.

Steuerung und Spielbarkeit sind tadellos. Schnell kommt der fieberhafte Wunsch auf, 'nur noch ein Level' abzuschließen. Leider macht der zu geringe Umfang einen Strich durch die Rechnung: Schon nach fünf Stunden hat man LocoRoco durchgespielt. Was bleibt, ist das Streben nach neuer Höchstpunktzahl und dem Lüften aller Geheimnisse.

Die vier angebotenen Minispiele, von denen das Loco-Haus mitsamt dazugehörigen Online-Funktionen noch das beste ist, halten qualitativ nicht mit und können auf Dauer nicht begeistern.

LocoRoco ist ein zuckersüß-präsentierter 2D Plattform-Ausflug, der beim Spielen ein wahres Spaß-Feuerwerk verbreitet und für neidische Blicke sorgt. Einfach gute Spiele für jedermann kommen zum Glück nicht immer von Nintendo. Es gibt sie auch auf dem PSP, leider nur zu selten.




Hey, mal keine Umsetzung einer abgenudelten PS2-Lizenz. Mal kein Ableger einer bekannten Serie! Das ist man ja von PlayStation Portierungable gar nicht gewohnt. Und so schafft es Sony, mit LocoRoco genau das zu liefern, was mobile Unterhaltung ausmacht: Schnell verstanden und schnell gespielt. Wenn's dann noch so ausgeflippt ist wie in LocoRoco, umso besser: Klare Aufgaben und einfache Steuerung sind auch vom blutigen Anfänger zu bewältigen.

Die grafische Präsentation passt zum Sommerwetter: Knallige Farben wie im Schlaraffenland und ein quietschvergnügter Soundtrack - so was gab's zuletzt in Castle of Illusion auf dem Mega Drive.

Der Umfang ist etwas bescheiden, zu früh trennen sich die Wege von LocoRoco und einem sichtlich verblüfften Spieler - Klasse!




Ich wollte eigentlich nur fragen, ob LocoRoco ein Spiel für Lesben ist. Warum ich das frage? Weil Sony vor jeder Folge von 'The L Word' auf Pro7 eine Sponsoring-Werbung schaltet ('Jetzt geht's weiter mit The L World, präsentiert von LocoRoco') - dazu noch die Synchronstimme von Ren aus Ren & Stimpy... Da verstehe einer die Marketing-Strategen von Sony. Macht lieber mal wieder Werbung bei uns!

Ansonsten ist LocoRoco ein Überraschungs-Hit. Solche spritzigen Spielideen hätte ich eigentlich nur Nintendo zugetraut. Genau solche Spiele braucht PSP. Die Steuerung kommt meistens mit nur zwei Tasten aus, so dass man sofort mit LocoRoco zurechtkommt.

Gleich in den ersten Sekunden kullert die dauergrinsende Mischung aus Rainer Clamund und Barbapapa sicher und gekonnt durch die bizarre Welt. Ständig halt man Ausschau nach geheimen Bereiche, hüpft dazu gespannt an Wände oder hüpft weit nach oben auf höhere Ebenen - vielleicht wartet da ja ein Muimui?

Nachdem der LocoRoco ins Ziel gerollt ist, will man sofort den nächsten Level sehen - doch ehe man sich versieht, ist auch der sofort beendet, und es geht weiter. LocoRoco macht süchtig!
Die schräge Musik kriegt man auch nach dem Ausschalten nicht aus dem Kopf. Und wenn der PSP in Reichweite ist, wird er eingeschaltet: Nur mal eben einen Level anschauen...

LocoRoco ist leicht verständlich und zugänglich, die Grafik ist verspielt und außergewöhnlich. Die Idee hinter LocoRoco ist einfach und motivierend. Nach den ersten Runden grinst der PSP-Fan genau so vergnügt, wie die LocoRoco beim Ständchen singen. Gut gemacht, Sony.





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