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Gamefront: Die aktuelle Ausgabe


Facts:

System: Gamecube
Entwickler: Nintendo
Vertrieb: Nintendo
Version: Japan
Test in GAMEFRONT # 44


Geldnot macht erfinderisch: Zusammen mit Kumpel Louie will Olimar mit den Pikmin die leere Kasse auffüllen.



Gerade hat Astronaut Olimar sein Raumschiff dank den Pikmin wieder zusammengeflickt, da erwartet ihn zu Hause schon das nächste Unheil: Er ist pleite. Um wieder flüssig zu werden, reist Olimar mit Kollege Louie zurück zum Planeten der Pikmin. In deren Heimat gibt's ertragreiche Dosen und Früchte sowie jede Menge Schrott, der sich versilbern lässt.

Olimar und Louie laufen wie Däumlinge zwischen haushohen Blumen und gigantischen Steinen herum. Um die wertvollen Reichtümer abzutragen, kriegt das Duo Hilfe von den Pikmin. Ein Druck auf die B Taste und es erscheint ein Kreis. Jeder darin stehende Pikmin folgt den Astronauten wie dem 'Rattenfänger von Hameln'.

Sie kämpfen gegen riesige Käfer und zerstören im Weg stehende Backsteine. Mit der A Taste lässt man die Pikmin an einer Blume hochklettern und auf Käfer springen. Sie pflücken die Pflanze und prügeln auf das Insekt ein - wie viele Pikmin für den Job nötig sind, ist eingeblendet.

Erbeutete Erdbeere und Käferleiche schleppen die Gehilfen zurück zum Raumschiff, wo sie in neue Pikmin verwandelt werden: Sie stecken im Boden und lassen sich von Olimar oder Louie herausziehen. Ständiger Truppennachschub ist dringend notwendig, denn tückische Fallen und hungrige Tiere killen die Winzlinge im Dutzend. Wertvolle Büchsen und Kronkorken wandelt das Raumschiff in Geld um und schreibt es aufs Konto gut.

Die Pikmin gibt es in sechs verschiedenen Rassen, die individuelle Kräfte haben. Blaue sind schwimmtauglich, Rote sind immun gegen Feuer. Gelbe Pikmin sind leicht, um sie auf hohe Plattformen zu werfen: Eine Tüte fällt unter dem Gewicht von 50 Pikmin zusammen, erst dann läuft man darüber. Auch Strom kann ihnen nichts anhaben.
Neu sind weiße und lila Pikmin: Die flinken Weißen sind giftig und töten Käfer, die sie verschlingen wollen. Lilafarbene Pikmin sind langsam, doch zehnmal stärker als ihre Kollegen - ideale Schwergewichte und im Kampf fürs Grobe zuständig.

Einige Beeren geben den Pikmin Spezialkräfte: Einmal verschlungen, hauen sie doppelt so schnell gegen die Holzwand, damit sie einstürzt. Durch die neuen Fähigkeiten der Pikmin lohnt sich auch eine Reise zurück zu den ersten Levels, wo man zuvor unerreichbare Gebiete erforscht.
Partner Louie ist neu an Olimars Seite. Die beiden Raumfahrer arbeiten zusammen, und mittels Y Taste wechselt man zwischen den beiden. Während Olimar die Pikmin befehligt, damit sie Wurzeln abtragen, überwacht Louie den Nachwuchs der kleinen Helfer beim Raumschiff.

Später laufen sie mit ihrer eigenen Pikmin-Armee auf getrennten Wegen, um Schätze zu finden - dann treffen sie sich wieder, vereinen ihre Pikmin und greifen den Raupen-Endgegner zusammen an.
Die Kamera folgt aus einer Von-Hinten-Perspektive automatisch. Ein Druck auf L und sie blickt Olimar oder Louie direkt über die Schulter. Die R Taste zoomt in drei Stufen vom Geschehen weg, die Z Taste neigt den Blickwinkel in zwei Stufen. Neu ist der Zweispielermodus im geteilten Bildschirm, in dem man seine Pikmin aufeinander hetzt oder Gebiete erobert.




Klein, aber oho! Die winzigen Pikmin 2 sind auch im zweiten Teil ein großer Taktikhammer. Die neuen Fähigkeiten und das Vorankommen zu zweit machen den 'Raubbau' und die wilden Insektenschlachten noch reizvoller. Alle Pikmin lassen sich mit dem Joypad hervorragend steuern.

Die Pflanzenwelt ist phantastisch und mit zig optischen Feinheiten ausgestattet: Erde, Stein und Blume sehen fast photorealistisch aus. Der Schwierigkeitsgrad ist zur Freude von Einsteigern niedrig.
Den Zeitdruck aus dem ersten Teil gibt es endlich auch nicht mehr: Die Taktik-Schlachten und die Erforschung der Welt sind deutlich entspannter und machen mehr Spaß. Pikmin 2 ist ein cleveres Strategiespiel: Originell, leicht zugänglich und grafisch topp, gehört es zu den besten Gamecube-Titeln.





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