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Gamefront: Die aktuelle Ausgabe


Daten:

System: PSP
Entwickler: Ubisoft
Vertrieb: Ubisoft
Version: PAL
Test in GAMEFRONT # 49


Sam Fisher tappt im Dunkeln: Mangelnde Ausleuchtung und Kameraprobleme vermiesen die recycelten Essentials-Missionen.



Irgendwann zerbricht selbst der härteste Mann - Sam Fisher soll sich mit dem Feind eingelassen haben. In zwölf Stealth-Missionen soll der Spieler das Gegenteil beweisen.

Fast alle Einsätze stammen aus den bisherigen Heimkonsolen-Titeln: Befreiungsaktion im Busch, Sprengung von Waffencontainern auf dem Frachtschiff und Sabotage einer SAM-Stellung werden in einer konspirativen Geschichte miteinander verwoben.

Alle Ausrüstungsgegenstände und Spezialmanöver des 'Third Echelon'-Kämpfers gibt's auch auf dem Handheld. Sam verfügt über Pistole oder Infrarot-Sicht, hangelt sich an Rohren entlang und lässt sich auf Feinde hinabfallen. Wichtigster Verbündeter beim Überleben in der 3D-Welt ist aber immer noch die Dunkelheit.

Sam nutzt Schatten, um möglichst unauffällig eine Penthouse-Wohnung zu durchsuchen. Der Geheimdienst vermutet dort einen Supercomputer, den skrupellose Söldner bewachen.

Ob Gefahr droht gesichtet zu werden, zeigen 'Stealth'- und 'Noise'-Meter an: Kaum Ausschlag, während man mittels Analogstick vorsichtig durch die Küche schleicht. Ein Nackenschlag schickt den unachtsamen Wächter am Fenster ins Reich der Träume.

Weiterer Ärger droht auf der Veranda, wo sich eine zweite Patrouille umschaut. Via Steuerkreuz schaltet man in den Zoom-Modus des SC-20K. Kurze Salven schalten den Gegner aus, doch eine Kamera hat den Schusswechsel aufgenommen. Alarm! Fisher muss sich sofort vor den Wachen verstecken, gegen die er im direkten Kampf keine Chance hat.

Ein verschlossener Lagerraum verspricht Zuflucht. Während die Widersacher heran eilen, hackt man den elektronischen Riegel im Minispiel unter Zeitdruck. Noch rechtzeitig gleicht Sam eingeblendete Muster an; die Tür springt auf. Die Soldaten ziehen nach erfolgloser Suche ab. Der Spieler gleitet ins Freie, um die lebensgefährliche Mission erfolgreich abzuschließen.

Der Mehrspielermodus bietet hingegen weniger Nervenkitzel. Via ad-hoc Verbindung können sich zwei Spieler lediglich in Deathmatch-Duellen messen.




Splinter Cell auf dem Handheld - das ist Sam Fisher schon in der letztjährigen Chaos Theory-Episode für den Nintendo DS nicht gut bekommen. Damals bremste die instabile Bildrate den Geheimagenten brutal aus. Auch diesmal hat Ubisoft mächtig gepatzt.

Essentials besitzt zwar alle Splinter Cell-Tugenden und -Funktionen, die schon auf der Heimkonsole den Erfolg garantierten. Ebenso stellen die offensichtlich aufgegarten Missionen und langen Ladezeiten keine allzu gravierenden Mängel dar.

Selbst die Steuerung ist unproblematisch, geht nach kurzer Eingewöhnung in Fleisch und Blut über. Und die Zielfunktion ist sogar richtig gut: Während man das Fadenkreuz präzise mit dem Mini-Stick lenkt, lässt sich Sam über die Knöpfe langsam in eine bessere Position manövrieren.

Die Qualitätskontrolle hat an viel banalerer Stelle versagt: Das gesamte Spiel ist schlicht und einfach viel zu dunkel. So dunkel, dass selbst in ausgeleuchteten Bereichen kaum etwas zu sehen ist.

Im Optionsmenü findet sich keine Funktion zur Anpassung der Helligkeit. Vernünftige Sicht bietet nur die Restlichtverstärkung, welche man daher rund 80% der Spielzeit aktiviert lässt: Das grünstichige Bild ist gut zu erkennen, aber auch hässlich. Texturen wirken farblos und matschig, sogar der räumliche Eindruck schwindet.

Aus dem an sich grafisch überzeugenden Abenteuer wird ein abstoßender Trip fürs Auge.

Ferner ist die Kameraführung unpraktisch. In verwinkelten Arealen muss die Perspektive durch Antippen der Kreistaste ständig korrigiert werden. Fürs freie Ausrichten der Kamera hält man die Taste gedrückt und schwenkt mit dem Analogstick - gleichzeitiges Bewegen und Umschauen ist nicht möglich.
Sam Fishers aktuellster Einsatz spielt sich deshalb weit weniger intuitiv und spritzig als die Vorgänger.

Im Mehrspielerbereich kann Essentials ebenso wenig punkten, denn der Modus ist einfach reizlos: Die ruckeligen Zweikämpfe spielen sich öde und monoton. Hat man sich ein paar mal die Köpfe gegenseitig stupide eingeschlagen, geht der Griff Richtung stationärer Splinter Cell Episode. Die haben zwar teilweise schon ein paar Jahre auf dem Buckel, machen aber viel mehr Spaß und sind mittlerweile schon zum Schnäppchenpreis erhältlich.





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