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Gamefront: Die aktuelle Ausgabe


Daten:

System: PSP
Entwickler: Electronic Arts
Vertrieb: Electronic Arts
Version: PAL
Test in GAMEFRONT # 48 April 2006




15 Fahrer stehen auf der berüchtigten 'Blacklist'. Die Raser sind die besten und gefährlichsten 'Streetracer' von Rockport: Mit hochgezüchteten Sportwagen hängen sie die Polizei ab, fahren in illegalen Straßenrennen um Ruhm und Geld - auf PSP über LAN auch mit bis zu vier Spielern oder online zu Zweit.

Um zur Nr. 1 der 'Blacklist' aufzusteigen, rollt man das Feld von hinten auf. Mit einem laschen Golf oder Mazda geht's Großkotz Sonny an den Kragen: Erst wenn man in vier Rennen Erster ist oder im Zeitlimit ins Ziel kommt, rollt Sonny im GTI zum Duell aus seiner Garage. Wie auf den großen Konsolen gibt's Rundkursrennen, Zeitfahren oder KO-Rennen gegen bis zu drei Konkurrenten.

Das freie Herumfahren in der Stadt ist nicht möglich, die Pisten sind strickt vorgegeben. Man wetzt direkt von einem Turnier zum nächsten, deren Reihenfolge sich immerhin frei wählen lässt.

Auf der Strecke ist weniger los als auf Xbox & Co. Hier und da kommt mal ein Zivilfahrzeug angerollt. Auch die Umgebungsgrafik ist mager: Weniger Gebäude, bescheidene Architektur und ein paar Bäume oder Werbetafeln - die grafischen Einbußen ziehen die Mundwinkel nach unten. Der Polizei gehen die PS-Rowdys schon nach wenigen Kilometern auf den Keks. Nach kurzer Zeit klemmt ein Bulle mit Sirenengeheul am Heck des Fahrers oder errichtet eine dilettantische Straßensperre.

Doch machen sich die Ordnungshüter auf den Konsolen mit gelegentlichen Remplern bemerkbar, scheinen sie auf PSP auf Droge zu sein: Verbissen rammen sie und fahren auch mal von der Seite voll in den Wagen rein. Die Kamera zoomt etwas weg, wenn ein Cop anbrettert. So weicht man besser seinen Angriffen aus, doch oft werfen einen seine fiesen Kollisionsattacken aus der Spur.

Auffallend: Die knallharte Polizei scheint persönlich etwas gegen den Spieler zu haben. Die anderen Fahrer lässt sie nämlich meistens in Ruhe. Das ist sowohl seltsam, als auch unfair. Mit dem 'Speedbreaker' schaltet man vorübergehend in Zeitlupe, weicht Hindernissen aus oder kommt locker durch scharfe 90 Grad Kurven.

Dumm nur, wenn der 'Speedbreaker' jetzt auf dem Digikreuz statt einer Taste liegt. So gehen wichtige Sekundenbruchteile bei der Ausführung verloren, weil man den Daumen vom Analogstick nimmt und der Wagen in dieser Zeit unkontrolliert ist.

Der Funkverkehr war auf den Konsolen cool, auf PSP geht er im Motorengeheul und Musikgedröhn unter: 'Verfo... Schschschsch.... Wagen.... Schschschschsch..... Spe... Schschschsch....' Das liest sich nicht nur dämlich, es klingt im Spiel auch schwachsinnig und hört sich an wie verrauschte Tonbandaufnahmen aus dem Jenseits.

In den Unterschlupf kommt der PS-Profi nur durch Tastendruck statt auch durch freie Fahrt. Im Versteck investiert man Preisgelder in Motor, Induktion, Karosserie und Nitro. Wer noch Kohle übrig hat, verschönert die Optik mit blitzenden Felgen und krassen Spoilern.

Auf die ansehnlichen Zwischensequenzen der Konsolen muss man auch verzichten. Von der Handlung auf den 'großen' Systemen kriegt man auf PSP ohnehin nichts mit: Trocken kommt man von Rennen zu Rennen, klickt durch Menüs und fährt weiter - die zusammengestutzte Raserei büßt viel von ihren Qualitäten ein. tw/fm





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